Außergewöhnliche Ausstellung im Sieg Carré – Kunst trifft Schokolade

Süße und stählerne Werke zu bestaunen

Die Himmelsleiter gib es zweimal: einmal aus Schokolade und einmal aus Stahl. Das Auge staunt, der Geist wundert sich,und die Hände wollen die Werke anfassen. Berühren verboten. Schmelzgefahr! Eine Ausstellung einer süß-stählernen Art ist im Naschwerk im Sieg Carré am Bahnhof zu sehen – Kunst trifft Schokolade.

Fürwahr, es ist außergewöhnlich, was dich dem Betrachter bietet. Er glaubt es nicht und will probieren. Finger weg. Die Skulpturen aus Schokolade müssen ein paar Tage halten. Es sind verführerische Kunstwerke, die Markus Podzimek in mühevoller und stundenlanger Handarbeit gefertigt hat. Der 32-Jährige aus Neunkirchen, gelernter Konditor, zählt nicht ohne Grund zu den 10 besten Chocolatiers der Welt. Die Lust zum Vernaschen überkommt die Besucher beim Anblick der Werke mit Namen wie >>Rosenlabyrinth<<, >>Tausendundeine Nacht<<, >>Die Tränen der Kakaobohne<<. >>Alles ist aus unserer Edelschokolade mit 60 Prozent Kakao<<, versichert der Maitre Chocolatier, >>wobei die tragenden Teile aus Zartbitterschokolade gemacht werden.<< Je höher der Anteil Milch in der Schokolade ist, desto brüchiger und weicher ist sie. Der 55-jährige Künstler stammt ebenfalls aus Neunkirchen. Die beiden Männer sind sich irgendwann über den Weg gelaufen und hatten sie Idee, sich künstlerisch erneut zu begegnen.

Gemeinsam ist ihnen eines: Beide bringen ihre Materialien bei der Arbeit zum Schmelzen. So hat sich Podzimek von Immels Werken inspirieren

lassen und ihnen eine eigene, eine süße Note gegeben. Er schweißt und schleift, komponiert und formt aus Fundstücken Werke, die beim

Betrachter Wirkung hinterlassen.

Quelle: Westfalenpost – 30.04.2008 Von Joachim Karpa.